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Essbare Pilze im herbstlichen Wald

Pilze sammeln macht sehr viel Freude, aber willst du sie dann verzehren, sollte man Vorsicht walten lassen. Einige Speisepilze haben Doppelgänger, die ungenießbar oder sogar giftig sind. Daher nur Pilze sammeln, die man ohne jeden Zweifel bestimmen kann. Anfänger*innen sollten nicht allein gehen, sondern in Begleitung von erfahrenen Sammler*innen. Am besten hält man sich zu Beginn eher an Röhrlinge, die keine tödlich giftigen Doppelgänger haben.

Hier drei Pilzarten im herbstlichen Wald, die relativ sicher sind zum Sammeln, wenn man die spezifischen Merkmale genau beachtet:

Krause Glucke

Quelle: wikipedia

Auch wenn sie auf den ersten Blick nicht so aussieht, ist dieser Pilz essbar. Der Pilz sieht aus wie ein großer ockergelber Badeschwamm oder Blumenkohl, woran man ihn gut erkennen kann. Er kann bis zu 30 cm breit werden und maximal 5 kg wiegen. Solange der Pilz noch weiß oder gelblich-weiß ist, schmeckt er ausgezeichnet. Krause Glucke findet man im Nadelwald. Verwechslungsgefahr: mit der eher seltenen breitblättrigen Glucke (weniger schmackhaft) und von Anfänger*innen auch mit Korallenarten.

Maronen-Röhrling oder auch Braunkappe/Marone genannt

Quelle: wikipedia

Der Hut der Braunkappe ist jung halbkugelig, später unregelmäßig gewölbt, feinfilzig samtig und kastanienbraun. Die anfangs weißen und später olivgelben Röhren färben sich auf Druck stark blau. Deshalb wird er auch „Blaupilz“ genannt und hat mit diesem Merkmal keinen Doppelgänger. Er riecht schwach säuerlich und hat einen nussig, pilzigen Geschmack. Der Maronen-Röhrling ist ein beliebter und häufiger Speisepilz in bodensauren Nadelwäldern. Da er oft wurmstichig ist, lohnt sich das Sammeln junger Pilze.

Riesenschirmling oder auch Parasolpilz (Macrolepiota procera)

Quelle: wikipedia

Dieser bis zu 25 cm breite Blätterpilz ist kugelig, später konvex bis flach aufgeschirmt wie ein „Sonnenschirm“. Die Hutoberfläche ist cremeweiß mit großen, bräunlichen Schuppen (Natterung) und kleinen Buckel. Das Fleisch im Hut ist weich, zart und leicht schwammig, im Stiel zäh, holzig und faserig. Am Stiel sitzt ein dicker, ausgerissener, verschiebbarer Ring. Der Geruch ist angenehm und der Geschmack nussartig.

Achtung: erst Sammeln, wenn die Merkmale alle klar erkennbar sind, da sonst vor allem im jungen Stadium Verwechslungsgefahr besteht mit dem tödlichen Knollenblätterpilz.

Dann noch ein paar Tipps zum Sammeln:

  1. Pilze sammelt man im immer besser in einem Korb, damit die Pilze nicht schnell verderben. Denn auch so kann man sich eine Pilzvergiftung zuziehen.
  2. Wer einen Pilz findet, sollte ihn mit einem scharfen Messer abschneiden oder vorsichtig abdrehen. Am besten das Stielende zur Bestimmung mitnehmen. Das Loch mit Erde zudecken, damit das Myzel, über das sich der Pilz wieder vermehrt, nicht austrocknet.
  3. Nicht alle Pilze eines Fundorts absammeln, sondern ein paar übrig lassen.
  4. Speisepilze vertragen sich manchmal nicht mit Alkohol. Deshalb sollte man diesen zu einer Pilzmahlzeit nur in Maßen trinken.
  5. Manche Pilze darf man nur in kleineren Mengen oder nur gut durchgebraten verzehren. Immer gut informieren!

Und jetzt viel Spaß auf der Suche!

Verfasserin: Valeska Hermann

Quellen:

https://www.gartendialog.de/24-heimische-essbare-pilze/#von_august_bis_november

https://www.falstaff.de/nd/5-tipps-zum-pilze-sammeln/

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